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Montag, 07. Mai 2012

Nicht lächeln!
Von didus, 23:59

Ich frag' mich, wie die das immer so genau hinkriegen. Man kann lächeln, man kann ernst gucken, man kann eine Flunsch ziehen oder einfach so normal gucken, wie man kann, am Ende kommt doch wieder ein Verbrecherfoto dabei heraus. Gemeint sind Fotoautomaten. Ich habe es heute im deutschen Konsulat im so genannten Soho-Turm mit zwei wirklich guten Fotos von früher versucht, eins davon habe ich sogar selber geschossen, aber der Herr am Schalter hat mir erstens nicht abgenommen, dass das Foto noch gar nicht so alt ist, wie mir es vorkam, und zweitens muss so ein Foto bestimmten Fälschungssicherheitsnormen entsprechen, weshalb man auch auf so einem Foto keinesfalls lächeln darf! Das ist natürlich ein Argument für das Automatenfoto, denn wie oben dargelegt, ist es ja egal, wie man da vor der Linse sitzt, am Ende kommt immer ein Fahndungsfoto für RAF-Terroristen dabei heraus. Und wie mir die Zwangskopien in dem mir vom Herrn am Schalter empfohlenen Laden im ersten Stock des Gebäudes, die 1000 Prozent teurer sind als im normalen Laden, unmissverständlich demonstrieren, ist ein Passfoto hier nicht erschwinglich. Dann doch lieber die umgerechnet 5 Mark für den Automaten, den ich mit enormer Auffassungsgabe beim Aufstieg vom U-Bahnsteig im Augenwinkel wahrgenommen habe, obwohl ich da noch gar nicht wissen konnte, dass man meine mitgebrachten Fotos derart pauschal verneinen würde. Obwohl das Konsulat bald dicht macht, nehme ich mir also die Zeit für die zehn Minuten Fußweg und die fünf Minuten im Fotofix-Studio. Allen Erfahrungen und Warnungen zum Trotz ist man doch immer wieder aufs Neue überrascht, wie gruselig man auf so einem Foto aussieht. Und - siehe da! - die Verbrecherfotos werden akzeptiert. Vater Staat weiß eben, was er will!
Das gilt auch für Helmut, mit dem ich gegen eins das gemeinsame Hotel verlasse. Wir gehen anschließend noch gemeinsam zum Mittagessen. Statt eines chinesischen Billigrestaurants wird ein amerikanisches ausgewählt, was mir natürlich auch recht ist. Helmut spendiert zum Abschied noch ein Eis. Mehr kann ich noch nicht wieder essen nach dem großen Bankett gestern. Dann verabschiedet sich Helmut zum Flughafen. Ich schaue mir noch kurz den Volksgarten an, es ist mir aber zu warm. Ich mache mich auf den Weg zum Bahnhof.

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