Das Leben marschiert weiter und nimmt ihn mit
Gemeint ist natürlich Dichter Thome. Es zieht ihn nach Vietnam. Aber vorher ziehe ich erst noch mal alle Register und lade die deutschen Kolleginnen Rebecka (sic!), Christina und Ines zum Abschlussessen ein. Schliesslich ist das mir von Westerwelle eingeraeumte Budget noch nicht ganz ausgeschoepft. Laestiges Gepaeck laesst der Reisende hinter sich und ich bekomme seinen Rollkoffer geschenkt, den ich fuer den bevorstehenden Umzug bestens gebrauchen kann. Vielleicht gibt es bald mal einen Asien-Roman? "Bisher nicht geplant", sagt er.
Wir treffen uns beim Koreaner im letzten Stockwerk eines Nobel-Kaufhauses. Und so gibt es heute auch keine Klagen ueber Billigpizzas, sogar hochgradig exquisite Spirituosen in weisser Farbe landen vor uns auf dem runden Tisch, auf dem man allerdings seine Grillkost selbst ueber feurigen Kohlen garen muss, ohne dass diese Arbeit, die wir ja damit dem Koch abnehmen, von der Rechnung abgezogen wuerde. Rebecka, die aus Thomes Nachbarstadt Marburg kommt, zieht dann, als wir gegen zehn hier oben die einzigen Gaeste sind, noch mit ihm los. Ich ziehe auch los, und zwar in meine Bibliothek, wo ich den bevorstehenden Umzug aller Buecher auf den Aussencampus Xianlin vorbereiten muss, indem ich jeweils etwa vierzehn bis zwanzig Exemplaren Nummern vepasse. Am Nachmittag hatte ich mit studentischer Mitwirkung schon mit der laestigen Arbeit begonnen. Am Ende sind es ueber vierhundert A4-Blaetter, die derart beschriftet werden muessen.