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Sonntag, 20. Januar 2013

Phuket Food Festival
Von didus, 23:59

Gegen halb drei Uhr morgens lande ich auf dem Flughafen von Phuket. Ich versuche die Einreiseformalitäten so lange hinauszuzoegern, wie es geht, denn eines ist klar: Danach beginnen für mich die Probleme. Schön auf jeden Fall schon mal, dass man als Deutscher bei Einreise ein Gratis-Visum bekommt und nach dem Einreisestempel gleich auf einen Stand mit kleinen gelben Plastiktüten trifft, darin so nützliche Dinge wie ein Stadt- und Inselplan. Dann aber muss ich der Realität ins Angesicht sehen: Die Nacht ist noch lange nicht rum und in meiner Dauerfehde mit der globalen Taxi-Mafia, die auf Phuket sogar schon mal einen Touristen verprügelt hat, so ist zu lesen, der mit einem Mietwagen auf einem Parkplatz zu stehen wagte, den ein Tuctuc-Fahrer für sich beanspruchte, in dieser Dauerfehde also beginnt ein neues Kapitel. Denn natürlich stürzen sich die Taxi-Mafiosi am Ausgang gleich auf die Neuankömmlinge. Viele haben vorher ein Hotel gebucht und werden abgeholt, andere geraten arglos in die Klauen der Taximafia. Nur ich bleibe allein zurück wie ein vergessener Koffer und nächtige in einem schmalen Wartesaal des Flughafens, denn natürlich bezahle ich nie und nimmer 1000 Baht (zum Vergleich: 900 Baht wird eine Tagestour zu den Inseln inklusive Mahlzeiten und Bustransfer kosten) für die Fahrt nach Phuket-Stadt! Als ich aufwache, haben junge Leute einen Registrier-Stand für irgendeine gemeinnützige Aktion errichtet. Um neun Uhr kommt der Linienbus, der neunzig Baht kosten wird. Das Warten dauert sogar noch eine Stunde länger, denn ich habe ganz vergessen, die Uhr zurückzustellen... Die ersten Eindrücke: viel sattes Tropengrün, viele Holzhütten, viel Stromleitungssalat, alles in allem viel Entwicklungspotenzial. Der Busbahnhof in Phuket-Stadt strahlt auch kolonialen Charme aus, will sagen: Vor hundert Jahren kann so eine Busstation nicht viel anders ausgesehen haben. Ich lande im Sunwest-Gasthaus (400 Baht pro Nacht).
Gleich am ersten Abend habe ich Glück, denn ich gerate mitten in die Festivitäten zum Abschluss des Phuket Food Festival. Dort, auf einem Platz unweit der Küste, die sich aber nicht zum Badengehen eignet, gibt es nicht nur Dutzende von Ständen mit lokalen Appetitlichkeiten, sondern auch eine Kieler-Woche-ähnliche Showbühne mit einer Art thailändischem Rex Gildo oder Roberto Blanco, der, begleitet von ebenfalls sehr appetitlich choreografierten Tanzeinlagen lokaler Schönheiten in berückenden Trachten, das Zentrum einer wirklich eindrucksvollen Bühnenshow ist. Einer dieser thailändischen Schlager entwickelt sich gar zum Ohrwurm und wird mir bis zur Rückreise nicht mehr aus dem Ohr gehen. Irritierend ist lediglich die tiefe Stimme einer Dame, die sich ganz zum Schluss zum Moderatorenduo gesellt. Jiakun hatte mich vorab schon vor so genannten "Ladyboys" gewarnt, aber so recht passt dieses Phänomen immer noch nicht in mein Koordinatensystem. Und nachdem Rex Gildo abgetreten ist, ist es für mich ohnehin Zeit ebenfalls abzutreten.

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