Ebbe
Ziel der heutigen Wanderung bei vierzig Grad in der Sonne ist es eigentlich, den Hafen ausfindig zu machen, von dem die Schiffe zu den Phiphi(sprich: Pipi)-Inseln ablegen. Denn so langsam wird mir klar, dass ich weg muss aus Phuket. Ich gelange so in die Gegend, wo die ärmeren Bevölkerungsschichten zu Hause sind - in flachen Wellblechhütten, zum Teil auf Pfählen am Meer errichtet. In einem Kanal stehen sie und sieben Muscheln aus dem Brackwasser. Und im Watt - es ist gerade Ebbe - sieht man sie in Scharen beim Krabben- und Muschelsammeln. Gerade kommt eine alte Frau in schlichter Kleidung die Gesteinsbrocken mit dem Müll in den Fugen herabgeklettert, lässt ihre Badelatschen am Rand des Watts neben den anderen stehen und beginnt Getier in ihren Eimer zu sammeln.
Doch die Siedlung erweist sich als Sackgasse. Ich muss umkehren, finde am Ende des nächsten Wegs, der an die Küste führt, noch ein abgelegenes Restaurant mit Bellevue aufs Meer und unter Palmen, das gerade renoviert wird. Gut möglich, dass hier noch Spätschäden des Tsunamis zu erkennen sind. Dann ist bei mir auch Ebbe, Ebbe im Energiekanister, und ich sehe ein, dass ich die Fahrt zu den Inseln besser für 300 Baht im Reisebüro der freundlichen und des Englischen sehr gut mächtigen Noalnoi Hitopakorn von Exotic Sea Venture Tours in der Rasada-Straße buche, anstatt die Schiffskarte selbst am Pier zu erwerben.