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Sonntag, 27. Januar 2013

Abgetaucht
Von didus, 23:59

Heute also die große Bootstour zur kleinen Nachbarinsel Phiphi Leh. Mit an Bord eines so genannten "Longtail"-Boots sind auch Martin, Simon und Michi, die zufällig dieselbe Tour gebucht haben, was ich aber erst, da sie alle hinten im Boot sitzen, später bemerke. Erste Station: die Affenbucht auf Phiphi Don. Wie der Name schon sagt, kann man hier die auch in China weit verbreiteten Makaken in zutraulichen Posen, zum Beispiel beim Leeren einer Coladose, beobachten. Zweite Station: die Wikingerhöhlen. Wir schippern an ein paar Einbuchtungen im Felsen vorbei, können aber keine alten Wikingerhelme ausmachen. Dritte Station: Wir tauchen ab, und zwar mit einer Schnorchelausrüstung. Wie meine Mitbewohner im ROCK habe auch ich keine Ahnung, wie man so einen Schnorchel handhabt. Einzige Instruktion unseres Steuermanns, der zugleich Käpt'n und Steward ist: "Hier in'n Mund stecken und wenn Wasser kommt, kräftig pusten!" Klar ist: In Deutschland hätte man jetzt erst mal einen einwöchigen Tauchkurs inklusive Erste-Hilfe- und Sicherheitsmaßnahmen absolvieren müssen. Wir aber tauchen einfach ab und dringen ein in eine wahrhaft faszinierende Unterwasserwelt. Es fühlt sich tatsächlich so an, als sei man plötzlich Bewohner eines Aquariums mit lauter schillernden Falterfischen. Nicht ganz so tief, aber sonst ein bisschen wie in "Findet Nemo". So atemberaubend sind diese Unterwasser-Ansichten, dass ich gar nicht merke, dass ich seit einiger Zeit der einzige Passagier bin, der noch nicht an Bord zurückgekehrt ist. Dabei hatte der Steuermann doch ausdrücklich vierzig Minuten gewährt! Ich tauche also noch mal unterm Boot durch, wo sich besonders viele der gelb-schwarz gestreiften Zierfische tummeln, an denen man sich nicht satt sehen kann. Warum dann auf einmal alle Beifall klatschen, als ich endlich wieder an Bord klettere, ist mir zwar nicht ganz klar, aber ist auch egal. Auf der anderen Seite unserer Tauchstation befindet sich dann der letzte Höhepunkt des Ausflugs: Mit Hilfe einer hölzernen Leiter überwinden wir die scharfkantigen Felsen, durchqueren ein Stück Tropenwald mit Armeezeltdorf (Requisite von "The Beach"?) und modernem Toilettenhaus, ehe wir am anderen Ende des Eilands die Aussicht genießen können, auf die alle gespannt waren: die malerisch gelegene Maya-Bucht, bekannt aus der Hollywood-Produktion "The Beach" (unten von mir im Bild festgehalten) von Oscar-Gewinner Danny Boyle, den ich übrigens 2007 für "Sunshine" interviewt habe. Aber natürlich ist in der Wirklichkeit wieder mal alles nur halb so schön wie im Film. Es herrscht Ebbe, die Sonne steht nicht so, dass sie das Meerwasser türkis schimmern lässt, und die vielen Boote mit Touristen, tja, die gab es im Film natürlich auch  nicht.
Ich besuche noch einen kleinen Strand im Osten der Bucht und kehre wieder als Letzter - schwimmend die Schuhe in die Luft gereckt - an Bord zurück. Was haben die das bloß alle so eilig, hier wegzukommen?

 


(V. l. n. r.: Reisende Simon, Michi und Martin)

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