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Donnerstag, 07. Februar 2013

Sehnsuchtsort Luang Prabang
Von didus, 12:59

Wir kommen kurz vor Morgengrauen an. Alle Amerikaner lassen sich in einen Tuctuc verladen. Ich bleibe am Busbahnhof und warte auf den Sonnenaufgang. Zwei Holländerinnen tun es mir gleich. Sie müssen erst noch herausfinden, wo sie sind. Sie wollen nämlich nach Süden weiterreisen und müssen daher zum Süd-Busbahnhof. Wir befinden uns am Nord-Busbahnhof. Nachdem die Sonne aufgegangen ist, finde ich direkt neben der Busstation ein Hotel und lege mich zwei Stunden aufs Ohr. Erst danach beginnt der neue Tag für mich. Ein Blick aus dem Fenster macht rasch klar, warum Luang Prabang so immens beliebt bei Touristen ist: Die Lage in einem Talkessel, umringt von Gebirgsmassiven und gesäumt vom großen Mekong ist einfach traumhaft. Erfreulich ist überdies, dass sich diese Stadt hartnäckig gegen jede Form der Modernisierung wehrt. Gut, es gibt gleich neben der Straße, die ich stadteinwärts entlang wandere, einen Flughafen, aber Hochhäuser und hässliche Betonklötze findet man hier keine, dafür Wellblechhütten und Tempel, Tempel, Tempel.
Mount Phousi, Luang Prabang Fotos
(Blick vom Berg Phousi - Foto von Trip-Advisor)
Ich überquere auf der "alten Brücke" den Fluss (Foto: Trip-Advisor). Das hölzerne Bauwerk ist aus gutem Grund nur noch für Zweiräder und zwei Beine zugelassen und die Planken, über die man geht, lassen Indiana-Jones-Stimmung aufkommen. Einer der Tempel ist erster Anlaufpunkt meines eintägigen Rundgangs: Er liegt auf einem Hügelchen namens Phousi und bietet ein herrliches Panorama.
Danach klappere ich die sonstigen Sehenswürdigkeiten ab: einen königlichen Palast, der leider gerade schließt, als ich komme, und den berühmtesten der Tempel hier. Beim Vertilgen eines Baguettes treffe ich einen britischen Lebenskünstler, der gerade eine Firme aufgegeben hat und nach seiner Rückkehr die nächste aufmachen möchte. So einer passt gut hierher. Ich kaufe auf dem Markt eine einheimische Spezialität, die mir die Rückreise versüßen wird: "Cake flour Coconut", also in Öl zu Kokoskeksen verbratenes Kokosmehl (5000 Kip für eine Packung).
Vom Markt aus - inzwischen hat sich die ganze Straße vor dem Königspalst in einen Straßenbasar verwandelt - folge dem Mekong in Richtung Norden und überquere eine Bambusbrücke, die auch in jeden Indiana-Jones-Film passen würde, für die man aber, anders als dort, leider eine Benutzungsgebühr entrichten muss. Ich schaue mir vom Felsen aus den Sonnenuntergang über dem Mekong an, denn auf dem Phousie-Berg, wohin ich gerade noch mal zurückgekehrt bin, haben sich für dasselbe Ereignis derartige Menschenmengen angehäuft, dass das für mich nicht mehr attraktiv war. Dann inspiziere ich die Route jenseits der Brücke und finde sogar ins Hotel zurück. Aber natürlich ist für mich noch lange nicht Schluss. Ich habe schließlich nur einen Tag in der Stadt. Bei meiner Rückkehr über die Bambusbrücke wird es dramatisch. Man will noch mal Geld kassieren. Ich erkläre, dass ich ja schon bezahlt hätte, man habe mir versichert, der Preise gelte für Hin- und Rückwanderung. Doch die Dame ist nicht mehr da. Und ich soll eine Brückenbenutzungskarte vorzeigen, von der ich nichts mehr weiß. Der Herr, der jetzt die Entrichtung der Brückenbenutzungsgebühr überwacht wird grobschnäuzig. Mal sehen, wie schnell er laufen kann. Ich bin plötzlich weg wie der Roadrunner auf der Flucht vor Karl dem Kojoten, renne querfeldein, den Hang hoch, weiß plötzlich nicht mehr wo ich bin (es ist ja dunkel) und gelange über den Rasen eines Restaurants auf die Straße zurück. Nein, niemand hat mich verfolgt. Ich esse noch einmal gebratene Nudeln und kehre, obwohl ich den Weg ja nun gut kenne, nicht über die Bambusbrücke ins Hotel zurück. Später zu Hause finde ich in meinem Rucksack einen kleinen Zettel mit folgender Aufschrift: "Ticket Bamboo Bridge to Cross Nam Khan River. Foreingner 5.000 k. Go and back", daneben handschriftlich eingetragen: "7/2/2013".
Mount Phousi, Luang Prabang Fotos
Blick vom Berg Phousi (von Trip-Advisor zur Verfügung gestellt)

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