Die Ananaskekse von Zhuzhou
Jetzt bekomme ich auf einmal Hunger. Da wir in Zhuzhou mitten in der winterlich grauen Provinz Hunan mal wieder ewig lange stehen, verlasse ich den Zug auf der Suche nach Essbarem. Auf unserem Bahnsteig kann mich nichts so recht verlocken, daher wechsele ich auf den Nachbarbahnsteig. Der Zug wird es schon nicht so eilig haben. Allerdings wird mir in meiner für das meist überhitzte Schlafabteil einfach praktischeren kurzen Hose doch etwas kühl. Leider gibt es an dem kleinen Bahnsteigkiosk genau das gleiche Angebot wie nebenan vor unserem haltenden Zug. Zwischen Keksen mit Erdbeer- und Ananas-Aroma entscheide ich mich schließlich für die Ananas. Und die Dinger sind nicht schlecht. Als ich wieder am Zug bin, hat man bereits demonstrativ die Schotten dicht gemacht und rügt mich ob meiner späten Rückkehr an Bord, was mal wieder total übertrieben ist, denn selbst mit mir an Bord wird der Zug noch einmal zehn Minuten stehen. Außerdem hatte ich mich ordnungsgemäß abgemeldet.