Rodscher Wietecker, Teil III
Ja, inzwischen könnt ihr's schon nicht mehr hören, geschweige denn lesen - Rodscher Wietecker und so. Diesmal also eine Einladung zum Essen seitens des Kollegiums. Ihr ahnt nicht, was Anlass der kleinen Zusammenkunft ist. Ich sammle ein paar verspätete Bücher für die Bibliothek ein und bekomme eine Platiktüte mit Reiseproviant überreicht, so eine Art Sparausgabe des deutschen Präsentkorbs. (Ich hatte um was Praktisches, Verzehrbares gebeten.) Vorher wird aber noch mal kräftig geschlemmt. Und - schöne Idee meiner scheidenden Chefin: Jeder soll jetzt noch mal was Postives über mich sagen. Einigen fällt sogar was ein. Ich sei nicht so schnell genervt oder eingeschnappt und auch recht kooperativ. "Ach, habt ihr das tatsächlich gemerkt?", scherze ich. Tja, und meine strengen Noten ..., die ließensich rückblickend doch ganz gut als Druckmittel einsetzen: "Bei uns kommt ihr ja vielleicht damit durch, aber ob das für Dr. Didus reicht?!..."
Bevor dann keinem mehr was einfällt, schlage ich vor, doch lieber was zu singen. Wird von den verbleibenden Kollegen einstimmig angenommen. Ganz am Rande wird noch bekannt, dass Dr. Li in diesem Jahr mit dem Förderpreis des Akademischen Austauschdienstes für Nachwuchswissenschaftler geehrt wird, auf meinen Vorschlag hin.