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Donnerstag, 31. Januar 2013

Kalte Füße
Von didus, 23:59

Am Anfang wirkte alles ganz einfach. Ich habe eine der auf dem Bürgersteig geparkten Kisten ausgesucht, meinen Pass hinterlegt, ein Formular ausgefüllt und die 150 Baht bezahlt. Aber als ich mir von dem freundlichen Mann vom Motorrad-Verleih, der mich ein bisschen an den Argentinier Carlos aus der internationalen Gemeinde erinnert, die Funktionsweise des Motorrollers erklären lasse, stelle ich mich offenbar so dusselig an, dass Carlos Fragen zu stellen beginnt wie die heilige römisch-katholische Inquisition. "You know how to drive this, right? You have driven this before?", fragt er. "You have license?" Ich hätte Autoführerschein, erkläre ich, aber der sei zu Hause. Plötzlich spielt Carlos nicht mehr mit. Er kommt mir vor wie HAL, der berühmte Computer aus "2001: Odyssee im Weltraum". Bevor er den Führerschein nicht sehe, lasse er mich nicht starten, erklärt Carlos kategorisch. Es gebe viele Unfälle mit unbedarften Touristen auf Phuket. Entschlossen zieht er den Zündschlüssel wieder aus dem Schlüsselloch, als gelte es, die Festung Salamanca vor dem Ansturm der Sarazenen zu verteidigen, händigt mir anstandslos das Geld wieder aus und zerreißt den Mietvertrag. "Sorry."
Ich war mir auch nicht ganz sicher gewesen, ob es wirklich eine gute Idee war, den verbleibenden Tag, eigentlich sind es nur drei Stunden, zu einer Spritztour in den Süden der Insel zu nutzen. Nun, ich habe es versucht. Widerstandslos füge ich mich in mein Geschick, setze mich mit Fallada in einen kleinen Pavillon am Strand, der auch bei Flut nicht das Potenzial zum Badestrand hat, und verbringe so die verbliebenen Stunden vor der Abreise meines VIP-Reisebusses nach Bangkok um 19 Uhr (Fahrpreis: 1058 Baht - zum Vergleich noch mal der Preis für ein Taxi vom Flughafen, ca. 5 % der Strecke nach Bangkok: 900 Baht).
Vor der Abreise gehe ich noch schnell in den Supermarkt, kaufe meinen Liter Mili-Schokomilch für 46 Baht und ein paar Kekse, da krabbelt eine Maus vor mir über die Fliesen, auf denen sie so schlecht vorankommt, dass ich sie tot treten hätte können. Ich berichte stattdessen an der Kasse von der merkwürdigen Begegnung. Als ich Chinesisch verwende, versteht die Dame mich auch endlich und ich zeige ihr, wo das Nest ist, aus dem ich es eben sogar leise piepsen gehört habe.
Es ist der Tag der Peinlichkeiten: Im VIP-Bus finde ich kurz nach dem Start auf dem Klo in der unteren Etage des zweistöckigen Gefährts eine Mücke und versuche sie gleich zu erlegen. Dabei haue ich mehrfach so heftig gegen die Innenwand der knapp zwei Quadratmeter großen abschließbaren Nasszelle, dass die Stewardess draußen völlig übertrieben reagiert und das WC von außen öffnet. Sie hat wohl gedacht, ich käme nicht mehr raus und hätte eine Panikattacke. Ich kann gerade noch die Hose hochziehen. "Shut the door!", rufe ich reflexhaft.
Dann das Zähneputzen - ich wieder in der Nasszelle, ca. zwei Stunden später. Ich denke, in einem VIP-Bus wird man sich als "very importante" Person doch komfortabel Zeit lassen dürfen. Diesmal kommt das Klopfen von außen. Einmal habe ich schon verbal um Geduld geworben. Schließlich komme ich heraus und sehe, dass sich inzwischen schon eine Schlange gebildet hat. Ja, müssen die denn alle gerade müssen, wenn ich Zahnpflege betreibe?
Ich habe also meine Kekse aus dem Laden mit der Maus aufgegessen und Zähne geputzt, da hält der Bus zum Mitternachtsbuffet an einer Raststätte. Die üppige Mahlzeit ist im Reisepreis inbegriffen - VIP, also doch!! Alles ist so lecker, dass ich gar nicht genug bekommen kann! Und ich bin wieder der Letzte, der ... na, ihr wisst schon...

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Mittwoch, 30. Januar 2013

Die James-Bond-Insel
Von didus, 23:59


Es beginnt mit dem grünen Band der Sympathie. Das bekommen die Reisenden, die kurz danach am kleinen Hafen Ao Poh im Osten von Phuket einen etwas wackeligen Kahn besteigen, nämlich umgebunden, damit sie auch wiedererkannt werden können. Da ich ja gewohnheitsmäßig allein reise, bindet mir freundlicherweise der deutsche Freund der Holländerin Alexa, das Bändlein der Sympathie um. Ein bisschen komme ich mir vor wie Wolfgang Petry. Alexa und ihr deutscher Lebensabschnittsgefährte, beide Anfang zwanzig, haben eine wüste etwa halbjährige Erfahrung hinter sich. Sie wurden in Indien für eine neu gegründete, etwas undurchsichtige Schule angeworben, wurden den Verdacht nicht los, dass die Firma eigentlich der Geldwäsche dient, um ihren Lohn geprellt und am Ende angeschwärzt und bedroht. Prompt haben sie Indien in Richtung des etwas reizvolleren Thailand verlassen. Undurchsichtig sind auch die Witze, die oben an Bord im Luftstrom des offenen Schiffs der thailändische Reiseführer über "Ladyboys" macht, aber vielleicht ist auch nur sein Englisch etwas holprig. Auch diesmal ist die Zusammensetzung an Bord international. Ein Franzose, der in Xian lebt und vor den Frühlingsfestfeierlichkeiten der Familie seiner chinesischen Frau nach Thailand geflohen ist, versucht die drei trutschigen Chinesinnen in ein Gespräch zu verwickeln, neben die das Schicksal ihn gesetzt hat, während wir in dem Boot zur Phing-Kan-Insel sitzen, an der der Kahn nicht direkt anlegen kann. Ich sitze stumm amüsiert dahinter. Ehe das Gespräch einigermaßen Fahrt aufgenommen hat, legen wir an. Wir dürfen an den Verkaufsbuden vorbei über Phing Kan klettern, neben den anderen Touristenhorden eine halbe Stunde lang die Insel mit ihren Höhlen im Felsen inspizieren und einen Blick auf die turmähnliche Mini-Insel Tapu werfen, von der alles spricht. Wenn man dabei den richtigen Winkel wählt, kann ein Foto wie oben zu sehen dabei herauskommen. Später - wir sind wieder an Bord des Kahns zurückgekehrt, haben ein üppiges Mittagsbuffet (im Preis inbegriffen) genossen, bei dem ich das verhasste Schlangestehen erfolgreich mit Hilfe von "Niemand stirbt für sich allein" ausgesessen habe, und sind vor der großen Insel Panak in Kanus umgestiegen -, später also sitzt der bei den Chinesinnen so glücklose Franzose dann mit mir im selben Boot, in einem Kanu für drei Personen. Wir kommen dabei - die Konversation klappt viel besser als mit den Chinesinnen - aus dem Staunen nicht heraus, denn unser Steuermann, der hier einfach nur der Mann am Paddel ist, schleust uns durch einen am Ende dann doch ziemlich schmalen, finsteren, etwa hundert Meter langen, grottigen Tunnel, den das Meerwasser in den Felsen gebohrt hat, in eine - ja, wie nennt man das? - Lagune. Dort wachsen Mangroven zwischen seichtem Meerwasser auf einer Sandbank. Fasziniert entsteigen wir dem Kanu und wandern in dem Refugium, das jedem James-Bond-Bösewicht als Heimstatt einer geheimen Raketenbasis gerecht werden würde, durchs flache Wasser. Sonnenlicht kommt nur von oben, denn der Ort, wo wir rausgekommen sind, ist ein gewaltiger Schacht im großen, grün bewachsenen Archipel. Danach fährt der Kahn uns zu einer kleinen Bucht der Nachbarinsel Lawa zum finalen Badevergnügen. Einer springt euphorisch vom Oberdeck, ich begnüge mich mit einer geringeren Fallhöhe. Wir wollen ja nicht übertreiben! Es sind nur etwa fünfzig Meter bis zu dem kleinen Strand. Ich durchschwimme eine kleine Höhle im Meerwasser und schlitze mir natürlich gleich das rechte Knie auf. Das linke hatte es auf Phi Phi erwischt. Nun sehen sie wieder gleich aus.
Mein Paddler wird schon nervös. Denn natürlich bin ich wieder der Letzte, der eingesammelt und an Bord zurückgepaddelt wird. Als Belohnung gibt es die vom Reiseführer angemahnten zwanzig Baht Trinkgeld. Vorher darf man sich mit einer Art Gartenschlauch auf dem Unterdeck das Salz von der Haut duschen. Die Düse ist so laut, dass ich das Geschrei am Rande nur von ungefähr bemerke. Als ich die Duschdüse aus der Hand lege und mich umdrehe, sehe ich mich einer jungen Russin gegenüber, deren Sommerkleid trieft. Ich muss mit der Düse wohl etwas vom Kurs abgekommen sein. "Oh!", entschlüpft es mir und zur Entschuldigung: "It's only water!" Trocknet transparent. Die Russin scheint die Erfrischung nicht sonderlich übel zu nehmen.
Nun beginnt leider schon die Rückreise. Und die gereichten Früchte sind auch fast alle weg, als ich das Oberdeck erreiche. Wer zu spät kommt ... Doch halt, nein!, der freundliche Franzose mit der Frau in Xian hat mir extra ein paar unpanierte Ananasstücke gerettet, weil ich ihm vorher so viel von den panierten Ananasstückchen vorgeschwärmt habe, die es zum Mittag gab. Wenn das nicht ideal passt zu fünfzig Jahren deutsch-französischer Freundschaft!
Die Chinesinnen haben jeden freien Körperteil mit weißem Tüll abgedeckt, damit ihre Haut ja nicht braun wird, und sehen aus wie Tim und Käpt'n Haddock im Wüstensturm. Klar davon zu unterscheiden die Russinnen, denen kein Kleidungsstück knapp genug ausfallen kann. Zwei sitzen mit mir am Heck des abfahrenden Schiffs vor der im Wind flatternden Thailand-Flagge. Noch einmal kann ich die märchenhaft aus dem Meer ragenden Felseninseln bewundern und mir James Bond bei einer Speed-Boot-Verfolgungsjagd zwischen den Archipeln hervorsausen vorstellen. Dann sind wir wieder in Ao Poh. Ich kaufe noch einen Schnappschuss, der ohne mein Wissen bei der Rückkehr aus dem Insel-Tunnel gemacht worden ist. Und dann, während ich mir im Transfer-Transporter (klimatisiert) von Alexa und ihrem Freund das Indien-Drama schildern lasse, bleibt nur noch die Erkenntnis aus dem Reiseprospekt: "Return home and dream of the paradise you have been part of!"

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Dienstag, 29. Januar 2013

Nicht bestellt und nicht abgeholt
Von didus, 23:59

Nun also doch: Rückkehr nach Phuket. Ein letztes Mal springe ich, diesmal wieder am Strand von Tongsai, ins Meer; doch die Uhr tickt unbarmherzig. Schon um 14.30 Uhr geht die Fähre, von der ich mehr als einen letzten sehnsuchtsvollen Blick auf das in der Ferne entschwindende Eiland werfe. An Bord gibt es Doughnuts umsonst und Mr. Bean auf dem Großbildschirm unter Deck (auf der Hintour gab es "Avatar"). Dabei stelle ich fest, dass ich mich mitunter nicht geschickter anstelle als der britische Komiker in seinen Sketchen. Das kenne ich also alles schon und halte mich daher lieber auf Deck auf. Einige haben sich dort sogar in die pralle Sonne gelegt!
Am Hafen von Phuket-Stadt herrscht, weil jeder Passagier sein gebuchtes oder auch nicht gebuchtes Transportmittel zu finden trachtet, etwa eine halbe Stunde lang hektisches Gewusel, bis ich allein auf einer Treppenstufe zurückbleibe wie ein Paria vor der Stadtmauer. Natürlich wird sich die Taxi-Mafia auch diesmal die Zähne an mir ausbeißen. Schon mehrfach hat man mir die unwillkommenen Dienste angeboten. Niemand ahnt, worauf ich warte: darauf, dass die Sonne so tief steht, dass ich mir den Fußmarsch in die Innenstadt zumuten kann. "When do you want to go?", fragt die Taxi-Animierdame, die es gar nicht abwarten kann, mich an einen Chauffeur zu vermitteln. "Whenever I want", antworte ich kurz angebunden. Schließlich breche ich mit Sack und Pack auf und kann kurz darauf einen Mopedfahrer mit der Replik, für fünf Baht (ca. zwanzig Pfennig) würde ich mich von ihm mitnehmen lassen, so rapide zum Abdrehen bringen, wie ich es auch selten gesehen habe. So also stellt man das an - muss ich mir merken! Unterwegs esse ich ein Reisgericht in einer Straßenbude. Als ich wieder am "Sunwest Guesthouse " angekommen bin, ereilt mich die ernüchternde Botschaft, dass sie diesmal ausgebucht sind. Ich erinnere mich jedoch eines billigen Hotels eine Straße weiter. Es ist sogar fünfzig Baht billiger. Gleich davor gibt es einen Mopedverleih, der uns in zwei Tagen noch beschäftigen wird. Ich gehe gleich wieder zu Nualnoi Hitopakorns Reisebüro und buche für 900 Baht die Reise zur legendären James-Bond-Insel (so genannt, seit hier eine Szene für den Film "Der Mann mit dem goldenen Colt" gedreht wurde), die eigentlich Tapu-Insel heißt und sich zwischen Phuket und dem Festland in der Phang-Nga-Bucht befindet. Einfacher ausgedrückt: Vor mir liegt die zweite Traumkulisse dieses Urlaubs.

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Montag, 28. Januar 2013

Runtee-Beach
Von didus, 23:59

Michi zieht weiter und auch ich habe mich für den Abmarsch bereit gemacht. Ohne große Mühe überzeuge ich die anderen Deutschsprachigen aus unserer Bude, dass jetzt, ehe wir uns in alle Winde zerstreuen, der ideale Zeitpunkt für ein Gruppenfoto vor der herrlichen Kulisse der Tonsai-Bucht ist. Wir bewegen uns in Richtung Duschen und Waschbecken, die ein paar Treppenstufen oberhalb unserer Unterkunft liegen, und die blonde Amerikanerin Megan tut, was sie kann, um uns trefflich abzulichten.


Ich will anschließend nur noch mal schnell zum Aussichtspunkt, den mir Simon und Martin wärmstens empfohlen haben. Der Aufstieg über Trampfelpfade durch den Inseldschungel ist länger als erwartet, vielleicht brennt die Sonne auch einfach nur brutaler vom Himmel als erwartet, aber die Aussicht entschädigt für die Strapazen und endlich verstehe ich auch die Topografie der Insel. Ich wandere weiter zum gebührenfreien Aussichtspunkt Nr. 3. Auch dort ist die Sicht so atemberaubend, dass ich schon bald meine Abreisepläne begrabe, zumal man über einen steilen Trampelpfad durch den Dschungel auf die andere Seite des Hügels absteigen kann und am Runtee-Strand herauskommt. Andere Schilder sprechen auch vom "Relax"-Strand, was durchaus treffend ist, denn außer ein paar französischen Frührentnern und einem älteren Herrn mit erheblich jüngerer Thai-Frau, die sich  gegenseitig fotografieren, ist hier nichts los. Ein Generator sorgt für Strom in den kleinen Strandhütten. Es gibt einen geschlossenen Supermarkt, ein  paar Restaurants unter Palmen, nur ein halbes Dutzend Boote, die die Aussicht auf das weite Meer, die Bamboo- und Mosquito-Insel trüben, und richtigen Wellengang. Kurzum: Runtee-Beach, das ist DER Geheimtipp für alle Phiphi-Besucher! Und ich springe natürlich sofort in die Fluten.
Ich bleibe also noch eine Nacht; etwas überrascht blickt mich der Mann vom ROCK an der Rezeption an, als ich wieder einbuche; allerdings ist mein Bett inzwischen vergeben. Da wir typische Deutsche sind und wissen, was sich bewährt hat, gehen Martin, Simon und ich wieder in dasselbe Restaurant wie gestern Abend und essen dasselbe wie gestern: thailändische gebratene Nudeln. Mit dabei ist auch unsere israelische Zimmergenossin Niv, deren Onkel einen Cousin hat, der mit Amos Oz verschwägert ist (oder so ähnlich). Ich eröffne ihr, wie ich dessen Autobiografie "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" fand und beauftrage sie, das dann mal bei passender Gelegenheit weiterzuleiten. Die Wifi-Verbindung für unsere elektronischen Massenkommunikationsmittel funktioniert allerdings erst, als ich alleine zurückgeblieben und die anderen zu den allnächtlichen Strandpartys im, am und neben dem Woody's entlassen habe., wo es so kurzweilige Beschäftigungen gibt wie: Bullenreiten auf einem Plastikbullen, Seilspringen mit brennendem Seil oder Werfen und Auffangen von brennenden Spießen. Die Hippies sollen auf irgendeiner thailändischen Insel einst so genannte Vollmondnächte mit extensiven Partys eingeführt haben, naja und jetzt macht man einfach jede Nacht Party, denn Vollmond war ja Freitag. Ich schaue auch noch kurz vorbei, bleibe aber nicht lange und schlage auf dem Rückweg die nachdrücklich ausgesprochenen Einladungen zu einer Massage wie üblich aus.

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Sonntag, 27. Januar 2013

Abgetaucht
Von didus, 23:59

Heute also die große Bootstour zur kleinen Nachbarinsel Phiphi Leh. Mit an Bord eines so genannten "Longtail"-Boots sind auch Martin, Simon und Michi, die zufällig dieselbe Tour gebucht haben, was ich aber erst, da sie alle hinten im Boot sitzen, später bemerke. Erste Station: die Affenbucht auf Phiphi Don. Wie der Name schon sagt, kann man hier die auch in China weit verbreiteten Makaken in zutraulichen Posen, zum Beispiel beim Leeren einer Coladose, beobachten. Zweite Station: die Wikingerhöhlen. Wir schippern an ein paar Einbuchtungen im Felsen vorbei, können aber keine alten Wikingerhelme ausmachen. Dritte Station: Wir tauchen ab, und zwar mit einer Schnorchelausrüstung. Wie meine Mitbewohner im ROCK habe auch ich keine Ahnung, wie man so einen Schnorchel handhabt. Einzige Instruktion unseres Steuermanns, der zugleich Käpt'n und Steward ist: "Hier in'n Mund stecken und wenn Wasser kommt, kräftig pusten!" Klar ist: In Deutschland hätte man jetzt erst mal einen einwöchigen Tauchkurs inklusive Erste-Hilfe- und Sicherheitsmaßnahmen absolvieren müssen. Wir aber tauchen einfach ab und dringen ein in eine wahrhaft faszinierende Unterwasserwelt. Es fühlt sich tatsächlich so an, als sei man plötzlich Bewohner eines Aquariums mit lauter schillernden Falterfischen. Nicht ganz so tief, aber sonst ein bisschen wie in "Findet Nemo". So atemberaubend sind diese Unterwasser-Ansichten, dass ich gar nicht merke, dass ich seit einiger Zeit der einzige Passagier bin, der noch nicht an Bord zurückgekehrt ist. Dabei hatte der Steuermann doch ausdrücklich vierzig Minuten gewährt! Ich tauche also noch mal unterm Boot durch, wo sich besonders viele der gelb-schwarz gestreiften Zierfische tummeln, an denen man sich nicht satt sehen kann. Warum dann auf einmal alle Beifall klatschen, als ich endlich wieder an Bord klettere, ist mir zwar nicht ganz klar, aber ist auch egal. Auf der anderen Seite unserer Tauchstation befindet sich dann der letzte Höhepunkt des Ausflugs: Mit Hilfe einer hölzernen Leiter überwinden wir die scharfkantigen Felsen, durchqueren ein Stück Tropenwald mit Armeezeltdorf (Requisite von "The Beach"?) und modernem Toilettenhaus, ehe wir am anderen Ende des Eilands die Aussicht genießen können, auf die alle gespannt waren: die malerisch gelegene Maya-Bucht, bekannt aus der Hollywood-Produktion "The Beach" (unten von mir im Bild festgehalten) von Oscar-Gewinner Danny Boyle, den ich übrigens 2007 für "Sunshine" interviewt habe. Aber natürlich ist in der Wirklichkeit wieder mal alles nur halb so schön wie im Film. Es herrscht Ebbe, die Sonne steht nicht so, dass sie das Meerwasser türkis schimmern lässt, und die vielen Boote mit Touristen, tja, die gab es im Film natürlich auch  nicht.
Ich besuche noch einen kleinen Strand im Osten der Bucht und kehre wieder als Letzter - schwimmend die Schuhe in die Luft gereckt - an Bord zurück. Was haben die das bloß alle so eilig, hier wegzukommen?

 


(V. l. n. r.: Reisende Simon, Michi und Martin)

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Samstag, 26. Januar 2013

Enttarnt!
Von didus, 23:59

Alles stimmt. Alles passt zusammen: Der weisse Bart und das lange, wallende weisse Haupthaar, die leicht untersetzte Figur... Wie er mir erzaehlt, waehrend ich vor seinem kleinen Einmaster, der Darwin, im tuerkis in der Sonne schimmernden Wasser treibe, hat er vor drei Wochen in Darwin abgelegt, dann ging es ueber Singapur hier in die malerische Bucht von Phiphi Leh, wo er sich jetzt von den Strapazen erholt. Dies sei schon sein neunzehntes Schiff, sagt er, ja, ja, ueber die Jahre kommt so einiges zusammen. Ob er also ein Kapitaen sei, frage ich, bekomme aber darauf keine so ganz klare Antwort. Natuerlich duzt er mich - er ist uebrigens Deutscher, aber natuerlich spricht er auch Englisch, faehrt er doch unter australischer Flagge - und sorgt sich um mich, weil ich so weit in die Bucht rausgeschwommen bin, denn fuer ihn bleiben ja alle immer Kinder. Die Frage, ob er mit diesem Leben nicht den Traum vieler Deutscher lebe, versteht er nicht. Denn natuerlich ist er nicht irgendein Deutscher. Es kann also kein Zweifel bestehen, dass ich hier in der herrlichen Bucht von Phiphi Leh dem Weihnachtsmann in der Urlaubszeit begegnet bin. Wo sollte er sich wohl auch sonst aufhalten, nachdem der Stress vorbei ist. Rechnet man nach - wie er mir berichtet, ist er eine Woche von Brisbane nach Darwin unterwegs gewesen - dann begann sein Segeltoern ziemlich genau am Tag nach Weihnachten und der alte Mann erweckt nicht den Eindruck, als muesste er in den naechsten zehn Monaten etwas Stressigeres tun als das, was er jetzt tut, naemlich auf einem Liegestuhl am Bug der Darwin faul in der Sonne liegen. Ich spreche ihn aber nicht darauf an, dass ich ihn erkannt habe, sondern verabschiede mich nach unserer kurzen Unterhaltung diskret. Kein Promi, der ikognito reist, wird ja gern enttarnt. Dabei koennte man mit einem Paparazzi-Foto der dunkelhautigen Dame, die ich kurz ueber Deck huschen sah, als ich noch etwas weiter entfernt von der Darwin schwamm, sicher viel Geld verdienen... Was gibt es vom heutigen Tage sonst noch zu berichten? Ich bin umgezogen in eine klassische Rucksacktouristen-Hoehle, in einen Gruppenschlafsaal von THE ROCK BACKPACKER, wo ich nur 300 Baht pro Nacht zahle. Hier treffe ich den Biochemiker Michi, der nach dem Abschluss seines Promotionsstudiums in Oxford in wenigen Wochen in Bergisch-Gladbach seine erste Stelle antreten wird und soeben seine bisherige Reisegefaehrtin in ihre eigenen Reiseplaene entlassen hat, Simon und Martin aus dem Sueden der Republik, die beide an einer Scharnierstelle ihrer noch jungen Biografie stehen, und die Oesterreicherin Eva, die schon seit etlichen Monaten ueber den Globus tourt und dennoch keine Ermuedungserscheinungen erkennen laesst. Und wenn alles klappt, erscheint hier irgendwann auch noch ein Foto von uns Reisenden, deren ganz verschiedene Routen sich fuer ein paar Tage an diesem herrlichen Fleckchen Erde gekreuzt haben, weil der Zufall es so wollte.

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Freitag, 25. Januar 2013

Phiphi Don
Von didus, 23:59

Da kommen sie also in Sicht. Schon vom Schiff aus zeichnen sich die Umrisse der bizarren Gesteinsformationen ab, die saftig-grünen Felszuckerhüte, die wie kolossale Portale in eine Märchenwelt aus dem Meer ragen. Ich befinde mich auf dem Weg zu den malerischen Phiphi-(sprich: Pipi)-Inseln. Die Fähre macht erst einen Abstecher in eine der Traumbuchten, die die Schatten der gewaltigen grünen Zuckerhüte in eine atemberaubende Abenteuerwelt verwandeln (deren Reiz die vielen Touristenkanus allerdings beträchtlich trüben), und dann dockt sie in der Loh-Dalum-Bucht auf Phiphi Don an. Zwanzig Baht Sondersteuer für den Erhalt der Insel weisen schon am Pier darauf hin, dass man hier immer etwas mehr bezahlen muss als auf dem Festland. Ich finde auch nur eine Unterkunft im "Harmony House" für unerschwingliche 1100 Baht (aber dafür mit Wifi), bleibe dort aber sicher nicht länger als eine Nacht. Es dauert ein bisschen, bis mir klar wird, dass der Strand, an dem Ebbe herrscht, sodass ich erst mal eine lange Wattwanderung machen muss, um schwimmen zu können, gar nicht derselbe ist wie der, an dem die Fähre angelegt hat. Denn die Lagune ist an dieser Stelle besonders schmal und die beiden Buchten Loh Dalum und Tonsai trennen nur ein paar hundert Meter total unübersichtlich angeordneter Hotels und Restaurants, Touristenbuden, Verkaufsstände, Massagesalons und "Seven-Eleven"-Läden, die alle irgendwie gleich aussehen. Prompt mache ich in dem flachen Wasser von Tonsai Bekanntschaft mit einem Seeigel. Da werden Erinnerungen an den katastrophalen ersten Badeausflug 1983 in Suedfrankreich schmerzhaft lebendig.
Und sonst? Jede Menge Tätowierte und Tätowierläden gestatten einen Einblick in die Geschichte des Tourismus. Am Anfang standen Hippies, die in so genannten Vollmondnächten rauschhafte Partys feierten bis zum Umfallen. Und heute ist wieder so eine Vollmondnacht. Man wird es meilenweit hören.

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Donnerstag, 24. Januar 2013

Ebbe
Von didus, 23:59

Ziel der heutigen Wanderung bei vierzig Grad in der Sonne ist es eigentlich, den Hafen ausfindig zu machen, von dem die Schiffe zu den Phiphi(sprich: Pipi)-Inseln ablegen. Denn so langsam wird mir klar, dass ich weg muss aus Phuket. Ich gelange so in die Gegend, wo die ärmeren Bevölkerungsschichten zu Hause sind - in flachen Wellblechhütten, zum Teil auf Pfählen am Meer errichtet. In einem Kanal stehen sie und sieben Muscheln aus dem Brackwasser. Und im Watt - es ist gerade Ebbe - sieht man sie in Scharen beim Krabben- und Muschelsammeln. Gerade kommt eine alte Frau in schlichter Kleidung die Gesteinsbrocken mit dem Müll in den Fugen herabgeklettert, lässt ihre Badelatschen am Rand des Watts neben den anderen stehen und beginnt Getier in ihren Eimer zu sammeln.
Doch die Siedlung erweist sich als Sackgasse. Ich muss umkehren, finde am Ende des nächsten Wegs, der an die Küste führt, noch ein abgelegenes Restaurant mit Bellevue aufs Meer und unter Palmen, das gerade renoviert wird. Gut möglich, dass hier noch Spätschäden des Tsunamis zu erkennen sind. Dann ist bei mir auch Ebbe, Ebbe im Energiekanister, und ich sehe ein, dass ich die Fahrt zu den Inseln besser für 300 Baht im Reisebüro der freundlichen und des Englischen sehr gut mächtigen Noalnoi Hitopakorn von Exotic Sea Venture Tours in der Rasada-Straße buche, anstatt die Schiffskarte selbst am Pier zu erwerben.

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Mittwoch, 23. Januar 2013

Das Cinema Paradiso des Mr. Phaek
Von didus, 23:59

Diesmal sollte der Bus, also, was man hier Bus nennt, um vier Uhr wieder am Strand, diesmal dem Strand von Kalama etwas weiter im Norden der Insel, sein. Als ich trotz ungwohnt vorzeitigen Erscheinens keinen Bus weit und breit erblicke, erleide ich abermals einen totalen Fadenriss auf der Geduldsebene und sage mir: Wenn ich am Montag 15 Kilometer Langstreckenmarsch ohne ernsthafte Schwierigkeiten und auch ohne weiche Knie hinter mich zu bringen verstand, kommt es auf zehn Kilometer mehr auch nicht an, bin doch offenbar gut im Training. Und los geht es: erst mal zehn Kilometer Küstenstraße mit Meerblick bis Patong, wo sich ein kleiner Hoffnungsschimmer rasch erledigt: Ich werde bei einem Mopedverleih nahe des Tsunami-Opfer-Mahnmals vorstellig (muss erst mal ums Haus und laut rufen), der mir am Montag auf dem Gewaltmarsch aufgefallen war, aber die verlangen einen Pass und Geld habe ich auch nicht genug bei mir. War ja klar, dass daraus nichts wird. Und nun sind es ja auch nur noch 15 bescheidene Kilometerchen bis zum anderen Ende der Insel. Auch heute komme ich kurz vor dem Gipfel des Passes, der auf dem Weg vom Westen zum Osten der Insel zu überqueren ist, wieder an Mr. Phaeks Heimkino vorbei und nun ist auch klar, dass das, was ich da erlebte, nicht die Ausnahme, sondern die Regel ist. Der Mann muss eine lokale Attraktion sein: Auf einem Platz am Rande der lauten Hauptstraße, etwa so groß wie eine Nothaltebucht auf deutschen Autobahnen, steht ein riesiger Filmprojektor und spult ratternd einen Film in thailändischer Sprache ab, der am anderen Ende des Platzes über einer Leinwand flimmert, und der Filmton ist sogar lauter als der Krach der vorbeirasenden Kraftfahrzeuge. Davor sitzt unter einem Dach auf einer Bank wie vor zwei Tagen Mr. Phaek mit Frau und Kind.

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Dienstag, 22. Januar 2013

Patong, zweiter Tag
Von didus, 23:39

Diesmal achte ich genau auf die Abfahrtszeit und kehre mit dem Bus um 17 Uhr problemlos nach Phuket-Stadt zurück. Ich überlege, ob ich nach Patong umziehen sollte, um mir die Hin- und Hergurkerei zu ersparen. Aber dagegen spricht, dass mir dieser Ort gar nicht zusagt.

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Montag, 21. Januar 2013

Patong-Strand
Von didus, 23:59

Nachdem ich die heiße Inselhauptstadt ausgiebig in Augenschein genommen habe, bin ich nun heiß auf Strandurlaub. Ich nehme also mittags den Bus zur Westküste, zum Strandbad Patong. Bis der sich ausreichend gefüllt hat, vergeht etwa eine halbe Stunde. Dann geht es endlich los. Aber - o Graus! - der Ort bestätigt die schlimmsten Befürchungen und erinnert an den sprichwörtlichen Ballermann-Urlaub auf Mallorca; man findet auch die symptomatischen Eimer (!) mit alkoholischen Getränken. Der Ort ist lärmend und laut, bevölkert, verseucht geradezu von fetten Russen, geschmacklos gekleideten Russinnen, blasierten Franzosen, dicken und debilen Deutschen. An jeder Ecke wird einem eine Massage angeboten, und wenn man noch so ungestresst aussieht. Für das einzige Klo weit und breit muss man bezahlen (generell ein Problem in Thailand) und überhaupt ist alles zwanzig bis fünfzig Prozent teurer als normal. Einziger Lichtblick: Bundesliga im Fernsehen in den vielen Bars und die blauen Schilder mit der Aufschrift "Tsunami Evacuation Route". Ich bade also in der immerhin leidlich malerischen Bucht mit Blick auf grüne Felsenhänge. Nach drei Stunden muss ich aber schon wieder zurück. Ich hatte den Fahrer des lokalen Busses, der mich hier am Strand abgeliefert hat, so verstanden, dass um 17.30 Uhr am selben Ort wieder ein Bus abfahren würde. Da stehe ich nun mit einigen anderen Gläubigen, Chinesen, Russinnen, und warte und warte und warte. Die anderen geben nach und nach auf, ich nicht. Wie die Geier warten rote Tuctucs darauf, dass ich endlich schwach werde und einsteige, damit sie mir das Fleisch von den Rippen picken können. Diese Geschichte kann nur einen Ausgang haben: Ich gehe zu Fuß nach Phuket-Stadt und überquere so die ganze Insel - von der Westküste zur Ostküste sind es rund 15 Kilometer. (Bei der Bundeswehr haben wir längere Strecken bewältigt.) Es ist keine sonderlich attraktive Nachtwanderung, denn ich folge der Hauptstraße und die ist vor allem in der Nähe von Patong verstopft mit lärmend Abgas verschleudernden Blechkisten. Da es in Thailand Linksverkehr gibt, gehe ich auch noch auf der falschen Seite, was dazu führt, dass mich ein um die Kurve sausender Mopedfahrer erst im letzten Augenblick sieht. Wat'n Glück, dass ich so weit rechts gehe, der hätte mich sonst auf die Hörner genommen wie ein brünftiger Bulle. Ich wechsele also, was mir im Leben sonst nicht oft unterläuft, die Seiten und komme nach ca. zwei Stunden tatsächlich ohne Umweg wieder in Phuket-Stadt an. In einem Straßenrestaurant esse ich ein Reisgericht und leere dabei die ganze Wasserkanne, die mit auf dem Tisch steht.

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Sonntag, 20. Januar 2013

Phuket Food Festival
Von didus, 23:59

Gegen halb drei Uhr morgens lande ich auf dem Flughafen von Phuket. Ich versuche die Einreiseformalitäten so lange hinauszuzoegern, wie es geht, denn eines ist klar: Danach beginnen für mich die Probleme. Schön auf jeden Fall schon mal, dass man als Deutscher bei Einreise ein Gratis-Visum bekommt und nach dem Einreisestempel gleich auf einen Stand mit kleinen gelben Plastiktüten trifft, darin so nützliche Dinge wie ein Stadt- und Inselplan. Dann aber muss ich der Realität ins Angesicht sehen: Die Nacht ist noch lange nicht rum und in meiner Dauerfehde mit der globalen Taxi-Mafia, die auf Phuket sogar schon mal einen Touristen verprügelt hat, so ist zu lesen, der mit einem Mietwagen auf einem Parkplatz zu stehen wagte, den ein Tuctuc-Fahrer für sich beanspruchte, in dieser Dauerfehde also beginnt ein neues Kapitel. Denn natürlich stürzen sich die Taxi-Mafiosi am Ausgang gleich auf die Neuankömmlinge. Viele haben vorher ein Hotel gebucht und werden abgeholt, andere geraten arglos in die Klauen der Taximafia. Nur ich bleibe allein zurück wie ein vergessener Koffer und nächtige in einem schmalen Wartesaal des Flughafens, denn natürlich bezahle ich nie und nimmer 1000 Baht (zum Vergleich: 900 Baht wird eine Tagestour zu den Inseln inklusive Mahlzeiten und Bustransfer kosten) für die Fahrt nach Phuket-Stadt! Als ich aufwache, haben junge Leute einen Registrier-Stand für irgendeine gemeinnützige Aktion errichtet. Um neun Uhr kommt der Linienbus, der neunzig Baht kosten wird. Das Warten dauert sogar noch eine Stunde länger, denn ich habe ganz vergessen, die Uhr zurückzustellen... Die ersten Eindrücke: viel sattes Tropengrün, viele Holzhütten, viel Stromleitungssalat, alles in allem viel Entwicklungspotenzial. Der Busbahnhof in Phuket-Stadt strahlt auch kolonialen Charme aus, will sagen: Vor hundert Jahren kann so eine Busstation nicht viel anders ausgesehen haben. Ich lande im Sunwest-Gasthaus (400 Baht pro Nacht).
Gleich am ersten Abend habe ich Glück, denn ich gerate mitten in die Festivitäten zum Abschluss des Phuket Food Festival. Dort, auf einem Platz unweit der Küste, die sich aber nicht zum Badengehen eignet, gibt es nicht nur Dutzende von Ständen mit lokalen Appetitlichkeiten, sondern auch eine Kieler-Woche-ähnliche Showbühne mit einer Art thailändischem Rex Gildo oder Roberto Blanco, der, begleitet von ebenfalls sehr appetitlich choreografierten Tanzeinlagen lokaler Schönheiten in berückenden Trachten, das Zentrum einer wirklich eindrucksvollen Bühnenshow ist. Einer dieser thailändischen Schlager entwickelt sich gar zum Ohrwurm und wird mir bis zur Rückreise nicht mehr aus dem Ohr gehen. Irritierend ist lediglich die tiefe Stimme einer Dame, die sich ganz zum Schluss zum Moderatorenduo gesellt. Jiakun hatte mich vorab schon vor so genannten "Ladyboys" gewarnt, aber so recht passt dieses Phänomen immer noch nicht in mein Koordinatensystem. Und nachdem Rex Gildo abgetreten ist, ist es für mich ohnehin Zeit ebenfalls abzutreten.

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Dienstag, 01. Januar 2013

Eine Gaudi
Von didus, 23:59

Spätestens heute, auf Michaels Neujahrsparty, ist es gelungen Richard zum Auftauen zu bringen. Nachdem Richard und ich in kabarettreifer Manier Alle Jahre wieder zum Besten gegeben haben, ist Richard für den Rest des Abends von handgreiflichen jugendlichen “Groupies“ umlagert.

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